Andreaskirche Nellingen

Die Andreaskirche in Nellingen ist mittlerweile über 500 Jahre alt und wurde im spätgotischen Stil erbaut. Die Jahreszahl 1492 findet man an der mit Ornamenten geschmückten Holzdecke, sowie an der mit Fresken bemalten Südwand. 
Die Bemalungen im Chorbogen, im Chor und an den Wänden sind besonders hervorzuheben. Sie stellen verschiedene Szenen aus der Bibel dar, wie z.B. das Jüngste Gericht. Diese Wandmalereien wurden eher durch Zufall bei der Innenrenovierung der Kirche 1964 entdeckt.

Die Nellinger Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut, Teile erneuert oder vollständig restauriert. Im Jahr 1994 musste sie aufwändig renoviert werden, als ein Brandanschlag das Kruzifix, den Chor und Teile im Kirchenschiff erheblich schädigte. Der Schaden belief sich damals auf ca. 1 Mio DM. Im Jahr 2019/2020 fand eine Außenrenovierung statt.

Viele interessante Geschichten, z.B. wie die Glocken der Andreaskirche Nellingen sicher durch den Zweiten Weltkrieg kamen, ohne Schaden zu nehmen, steht in dem Buch 'Suche nach verwehten Spuren' von H. Koppenhöfer, das im Pfarramt erhältlich ist. Auch lässt sich vieles Interessantes über diese Kirche, bei einer Führung erfahren. Infos hierzu auch im Pfarramt.

Michaelskirche Oppingen

Allgemeines:

Die Kirche ist Mittelpunkt des Ortes und hat ihren Namen nach dem Erzengel Michael. Die Michaelskirche ist in fränkischer Zeit entstanden - zwischen 800 und 1200 n. Chr.. Die Oppinger Kirche war mit Sicherheit eine Kapelle; der Chorraum stammt noch aus dieser Zeit und ist erhalten geblieben. Wahrscheinlich hatte dieser eine gewölbte Decke; der Anschluß an den einstigen Chorbogen ist auf dem Dachboden der Kirche noch sichtbar.

Turm und Schiff in heutiger Gestalt gehen mindestens auf das Jahr 1591 zurück.

 

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Renovierungen und Veränderungen durchgeführt; die wesentlichen, die zum derzeitigen Stand geführt haben, sind vom vorigen Jahrhundert:

 

  • 1921 Chorbogen zwischen Kirchenschiff und Chor angebracht, Emporenbrüstung wurde mit Bildern von Christus, Apostel und Evangelisten versehen, auch wurde der Altar mit dem Altarbild/Abendmahl geziert - Architekt Kraus Ulm

  • 1958 Einbau von Antik-Glasfenstern

  • 1962/63 große Innenrenovierung; Gänge mit Solnhofer-Platten ausgelegt, neues Gestühl in Schiff und Empore eingebaut, elektrische Fußbankheizung installiert, Holzkassettendecke angebracht, neue Beleuchtungskörper angeschafft, neue Kanzel aufgestellt, Einbau einer Sakristei im Turm, Turmuhr und Geläut auf Elektrobetrieb umgestellt, Freilegung einer alten Bemalung am südlichen Chorfenster - Architekt Mayer Ulm

  • 1968 neuer Außenanstrich, Anschaffung von 2 neuen Glocken, Einbau eines eisernen Glockenstuhls

  • 1983 neuer Außenanstrich nach Scheunenbrand/Maier

  • 2007 große Außenrenovierung - Ausbesserungsarbeiten - Anstrich - und mit einer Sonnenuhr an der Südseite des Turms geschmückt - Architekt Stolz Luizhausen